Montag, 6. Februar 2017

Kapitel 136 - ich war verhindert, wirklich

Lieber Leser!

Offensichtlich willst du trotz der langen Funkstille auch im neuen Jahr bei mir vorbeischauen und hast aus diesem Grunde wohlwollend auf diese Seite geklickt. Sei herzlichst bedankt dafür.


Meine Vorsätze diesbezüglich sind natürlich immer wieder dieselben, aber dann hat mich der Jahreswechsel mit voller Wucht erwischt und siehe da: jetzt ist schon nicht einmal mehr Januar.

Was also war einstweilen los?

Das letzte Jahr hat es noch recht gut mit mir gemeint - im Dezember bin ich frische Tante geworden (davon bald mehr) und an Weihnachten hat sich das Leben ganz von selbst sehr angenehm in einen Zeitlupen-Sirup verwandelt, den ich - das muss ich zugeben - auch genossen habe.

Zu Neujahr schließlich habe ich mit großer Freude mein Garn-Glas ausgeleert, um es im neuen Jahr wieder anzufüllen:



Hierbei handelt es sich um ein großes Vorratsglas (Nudeln, denke ich) dessen Deckel ich irgendwann einmal verloren habe bzw. fälschlicherweise in der Spülmaschine komplett ruiniert habe, weshalb ich nun nur noch das Glas habe.

Für den Glascontainer zu schade aber als Erinnerungsspeicher perfekt. Hier hinein verpacke ich alle Garnreste, die ich im Laufe meiner Projekte abschnipseln muss (beim Vernähen), alle Banderolen finden den Weg hier hinein, und ich kann im Laufe eines Jahres ganz gut sehen, wie viel ich so gestrickt habe.

Zusätzlicher Bonus: wenn ich ein bisschen Restgarn brauche, in egal welcher Farbe, dann kann ich das ganz einfach feststellen. Provisional cast-on: kein Problem.

Die solchermaßen halb-entsorgten Banderolen haben den Vorteil, dass ich sie zu Not auch ganz leicht wieder hervorkramen kann, wenn mir doch das Garn einer bestimmten Partie ausgehen sollte.

Ich stricke meine Knäuels ja immer von innen heraus und da ist es nur eine Frage der Zeit, bis alles zu wabbelig wird, um das Stückchen Papier sinnvoll zu halten.

Außerdem ist es natürlich ein hübsches Erinnerungsglas, weil ich gut sehen kann, wohin mich meine Strickreise trägt in einem Jahr.

Im neuen Jahr wurde es dann bald superkalt - sogar zu kalt für meine Radlfahrt in die Arbeit. Das ist natürlich einerseits ganz angenehm, weil dann endlich der Rest der Familie am eigenen Leib erfährt, wie sinnvoll eigentlich unser Hobby ist.

Zum anderen aber ist es auch nicht so toll, wenn man in einem Haus wohnt, das hübsche Verandafenster aus den 60er Jahren hat. Genau: zugig ist gar kein Ausdruck!

Aber auch hier hilft das Hobby. Ich habe mich also gleich drangemacht einen so genannten Kältestopper zu häkeln, und zwar aus diesem recht hübschen Buch:


Meine hiermit gefertigte Schlange für die Fensterbank sieht so aus:


Sie hat schon ein paar Spielerunden hinter sich - prädikat besonders wertvoll.
Ohne Augen und Zunge ist sie bereits eingesprungen als Krake gegen den jeweils eine Herrscherin der Meerestiefen kämpfen musste und mittlerweile habe ich schon die Bestellung für eine zweite erhalten. Braun und grau bitteschön, denn so sehen die Weibchen der Kreuzottern aus. Jetzt weiß ich das also auch.

Wie man sehen kann, hat mich das neue Strickjahr wieder voll im Griff. Ich hab sogar schon neue Wolle gekauft (naja, kaufen müssen, ein Socken- und Versandkostenproblem).

Und nach dem Fest ist vor dem Fest, denn stellt euch vor: ich bereite schon den nächsten Adventskalender, wo gibt's denn sowas?

Die gute Nachricht lautet also: es gibt viel zu erzählen nach der langen Funkstille. Freut mich ehrlich, dass das jemand lesen will.

Danke euch.

Kommentare:

  1. Schön, wieder von dir zu lesen. Wirklich! Das du Tante geworden bist, erklärt die ganzen Babysachen auf Ravelry ;-) ich hoffe, deine beiden Damen kommen dabei nicht zu kurz. Die Schlange finde ich klasse - klar, das da noch eine 2. dazugehört.

    Ein gutes Neues Jahr euch, und man liest sich ;-)

    LG
    Connie

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  2. Luzie der Schrecken der Strasse habe ich auch geguckt ;-)

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  3. Danke für die guten Wünsche! Die gebe ich natürlich gerne zurück.
    Die Damen fühlen sich natürlich prompt ein wenig vernachlässigt, aber Babysachen gehen halt so viel schneller ;-)
    Zum Glück ist das Jahr ja noch nicht so alt, und die Schlange ist ja schon mal 'nicht' fürs Baby!

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  4. Na, eigentlich wollte ich im Januar auch schon mit einem Adventskalender beginnen. Man will ja vorbereitet sein. Steht Weihnachten doch immer so überraschend und total unerwartet vor der Türe...

    Liebe Grüße

    Rea

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