Dienstag, 10. Juni 2014

Kapitel 94 - in dem es um meine Blog-Lesevorlieben geht

Das Wollschaf, so scheint es, hat Sommerpause und hat sich daher für eine Frage aus dem Archiv entschieden. Lange zurückliegend, aber längst nicht so unspannend, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag.


Die verstrickte Dienstagsfrage 24/2014

Aus dem Archiv vom 07.06.2005:
Heute sind wir mal alle Wollschafe:
Gibt es etwas, was du von den Strickbloggern wissen möchtest?


Na, dann mal los:
Ich will von den Strickbloggern natürlich alles wissen, das ist ja klar! ;-)

Das geht beim Stricken los.
Ich lese gerne was gestrickt wird und warum es gestrickt wird und für wen es gestrickt wird.
Woher die Ideen sind, welches Modell man vielleicht bewundert hat und wie man es abzuändern gedenkt.
Welche Wolle verstrickt wird. Wie sich die Wolle verstrickt. Warum sie noch einmal (oder nicht mehr) gekauft werden wird in Zukunft. Woher die Wolle war.
(Ein guter Tipp hierzu ist übrigens aktuell in diesem tollen Projekt zu lesen).

All das natürlich nicht bierernst und rein faktenlastig, sondern vielmehr mit einer deutlichen Liebe zum Hobby. Ich lese Blogs hauptsächlich um zu sehen, dass es eben noch andere Leute wie mich gibt, die sich tatsächlich ständig mit dem Stricken zu beschäftigen scheinen.

Dabei lese ich natürlich auch gerne von Missgeschicken. Von Sachen, die total daneben gehen - und zwar aus welchen Gründen auch immer. Das ist furchtbar beruhigend zu sehen, dass es nicht nur ich bin, die immer mal wieder voller Wut die Nadeln aus einem Gestrick reißen muss, um viele Stunden eines Abends in zwei knubbelige, unschöne Knäuel zurückzuverwandeln.

Dabei muss das ja kein Drama sein, sondern kann dennoch witzig sein, mit Lerneffekt sein und überhaupt eben: unterhaltsam sein. Am meisten hab ich noch immer von meinen Auftrenn-Übungen gelernt. (Wolle nie so fest wie einen Golfball wickeln! Immer - ja, wirklich immer - eine Maschenprobe machen!)

Dann ist es nett, wenn zwischendrin immer mal wieder die Persönlichkeit des Strickers/der Strickerin auftaucht. Das kann man z.B. dann sehen, wenn Tina kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es um neue Modelle geht. Und für neue Hamburger Vokabeln, wie z.B. 'örks' bin ich immer dankbar!
Das kann man aber auch sehen, wenn von Zeit zu Zeit ein kleines Mädchen namens 'Töchterchen' im Blog von Connie auftaucht oder von einem handwerklich begabten 'Herrn' Wollfrosch die Rede ist. Sehr nett.

Das muss ja nun nicht gleich so persönlich sein wie bei Stephanie Pearl-McPhee, die wirklich viel von ihrer Familie erzählt (trotzdem - supernett), aber das ist halt eben doch das Internet und damit die ganze Welt und man weiß ja nie... Deutsche Blogger/innen sind da ein wenig vorsichtiger - mit Recht, denke ich.

Ich finde es großartig, wenn jemand in seinem Blog Anleitungen und Tipps zur Verfügung stellt, so wie beispielsweise Lucy mit ihrem Häkelblog. Das ist einfach der Wahnsinn! Um dieses Mitmachen und Teilen geht es doch eigentlich - das hab ich mir auch fest vorgenommen für die Zukunft.

Das können auch Tipps für Bücher sein, wie sie gerade Tina (s.o.) zum Thema Ganseys veröffentlich hat. Aber auch gerne allgemeine Tipps - quasi Erlebnisse mit Lerneffekt.

Womit wir wieder beim erstgenannten wären. Ich lese gerne Geschichten und eigentlich weniger gerne Berichte oder Abhandlungen. Es ist ja schließlich ein Hobby!

Aber das ist ja bei den meisten Blogs so. Zum Glück!




Kommentare:

  1. Da teilen wir ja ganz genau unseren Bloggeschmack; Du hast das so toll auf den Punkt gebracht, da brauche ich mir doch nun gar keine Gedanken mehr zu der Wollschaf-Frage zu machen ;-)) Und da das so ist (mit dem Bloggeschmack), lese ich ja auch so gerne bei Dir mit ;-))
    Liebe Grüße
    Regina

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