Also, man liest ja immer mal wieder, mit welcher Hingabe gestrickt wird. Da werden vor Rührung zerfließend und mit sich seufzend hebender Brust Masche an Masche gereiht, um für diverse Gelegenheiten - Ankunft des Babys, Geburtstag der Mutter - Geschenke überreichen zu können, die nur so mit Gefühlen und guten Wünschen aufgeladen sind.
Jede Umschlingung des Garns bedeutet einen guten Gedanken, den man mit in das Geschenk hineinstrickt, damit der Empfänger möglichst vor allem Bösen bewahrt werden kann. Je dünner das Garn ist, desto mehr Wünsche können demnach auch hineingestrickt werden, und umso wertvoller wird das Geschenk.
Jaaaa, das klingt ja ganz gut, und ist ganz im Sinne einer romantischen Verklärung des Hobbys. Aber, wenn wir mal ehrlich sind, dann ist es eigentlich nur eins: ein Riesenschmarrn nämlich.
Da halte ich es eher mit Else Ury, die in dem kürzlich erst wieder gedruckten Büchlein Nesthäkchen und der Weltkrieg (und das gerade unser Vorlesebuch ist) Folgendes schreibt:
"Masche um Masche glitt von einer Nadel zur anderen, Gedanke auf Gedanke glitt durch den alten Kopf." (S. 7)
So geht es mir schon eher. Und zwar sind das meine eigenen Gedanken und nicht unbedingt nur solche, die sich um den Empfänger meiner Strickarbeit drehen. Da müsste ich ja verrückt werden! Die Gedanken kann man ja zum Glück nicht so kontrollieren und ich stricke ja eher aus Selbstberuhigung, d.h. ich höre mir selbst zu, wie sich meine Gedanken in der Waschmaschine im Kopf verlangsamen und sich denjenigen Bereichen zuwenden, die durchdacht werden wollen.
Oder eben nicht. Nämlich immer dann, wenn es sich um ein kompliziertes Muster handelt. Bei einem solchen Muster auch noch, neben Zöpfen und Lochmustern und Farbwechseln gute Wünsche hineinstricken zu wollen, ist definitiv zu viel verlangt. Das würde doch komplett schief gehen!
Auf der anderen Seite gibt es ja auch die wahlweise glatt rechts oder kraus rechts gestrickten Projekte, die man zwar unbedingt haben will, bei denen man aber zwangsläufig an den Punkt gelangt, an dem das Stricken selbst zur Qual wird. Was, eine Runde hat mittlerweile 583 Maschen? Und das Ganze noch für mehr als 5 cm? Wie soll ich das nur überleben?
Da helfen auch die besten gut gemeinten Wünsche nix mehr.
Ich halte es also eher mit der Dawanda-Dame, die ihr kleines Bastelreich als 'Villa Sorgenlos' bezeichnet hat. Das ist es doch. Eine Tätigkeit, die mir selbst ein Vergessen des Alltags ermöglicht und eben nicht mit der zusätzlichen Aufgabe belastet ist, auch noch die richtigen guten Wünsche an der richtigen Stelle einzustricken.
Ein bisschen wie eine Seelenmassage ohne den Masseur bezahlen zu müssen, sozusagen.
Da dienen die einzelnen Projekte schon eher dazu, mich wie in einer Art Tagebuch daran zu erinnern, was mich jeweils zu dieser Zeit beschäftigt hat oder auch, was mir die stupide Strickarbeit versüßt hat.
Ach ja, das war ja zur Zeit der dritten Staffel von Arrow - super spannend und so schön grün!
Sonntag, 20. März 2016
Dienstag, 15. März 2016
Kapitel 128 - meine neue Karriere als Tuchstricker - naja, fast
Es ist ja so - jedes Jahr sammelt man die gestrickten und gehäkelten Projekte in einer Liste, nur um zu sehen, was man alles geschafft hat. Und jedes Jahr, pünktlich zum Jahreswechsel, überlegt man sich, ob man nicht doch mal etwas Neues wagen sollte.
Ich hab ja nun genügend Socken gestrickt, dass sie mir in jeder Richtung keine Angst mehr einjagen: vom Bündchen aus, von der Spitze aus, Socken stricke ich mittlerweile blind. Also ist es wirklich mal an der Zeit für etwas Neues.
Und außerdem: mein am Ende des Jahres gelegener Geburtstag führt ja dazu, dass ich immer ein paar neue Knäule mit ins neue Jahr nehmen kann. Und geschenktes Garn will schließlich auch mal irgendwann verstrickt werden. Möglichst noch im laufenden Jahrzehnt. Also dann, frisch drauflos.
Tücherstricken habe ich bisher immer nur bewundert und weniger selbst gemacht. Vor allem wohl deshalb, weil ich einfach mehr der Schaltyp bin und eigentlich gar nicht weiß, wie ich mir diese Riesendinger um den Hals schlingen soll, dass sie einigermaßen aussehen. Das hat sich erst geändert, als ich auf dem Wollmarkt mal ein Drachenfels-Tuch live gesehen habe.
Das war eine ziemlich flotte Angelegenheit. Drachenfels eins und zwei ließen nicht lange auf sich warten.
Mit beiden Tüchern bin ich ganz zufrieden. Aber noch war das ja nicht wirklich eine Herausforderung. Beim zweiten Tuch sogar noch eher eine Aufgabe, die das Durchhaltevermögen trainiert. Kraus rechts, für immer und ewig, da hilft irgendwann die beste Serie nicht mehr.
Aber für so wirklich anspruchsvolle, endlos gemusterte Tücher bin ich noch nicht bereit.
Schließlich habe ich es vom Garn abhängig gemacht. Ein wunderschönes, superweiches und tolles Türkisgarn:
Aber dann kam es natürlich so, wie es kommen musste. Als Anfänger.
Ich habe mich verstrickt. Bei glatt rechts. Das ist doch kaum zu glauben. Und außerdem genau in dem Teil, der um den Hals geschlungen, vorne hängt. Man sieht es im obigen Bilde, die dunkle Stelle gegenüber von der Kurve rechts.
Das kommt davon, wenn man denkt, ah, Halbzeit, jetzt läuft dat ja wie jeschmiert. Denkste, Puppe!
Und natürlich bleibt es nicht dabei.
Mein Garn war so toll und fein, dass ich es möglichst ganz verbrauchen wollte und dachte auch, das müsste hier klappen. Schließlich ist es eine einfache Zunehmen - Maschenzahl halten - Abnehmen-Konstruktion.
Sollte man meinen.
Ich wickle also mein Garn in ein Knäuel und wiege dieses Knäuel immer wieder, bis ich die Hälfte der Grammzahl erreicht habe. Dann ein kleiner Doppelknoten um die Mitte anzuzeigen und weiterwickeln. Ein Klacks.
Dann stricke ich los und wie es so kommt, der mittlere Knoten erscheint knapp am Ende eines Mustersatzes. Nur noch zwei mickrige Reihen stricken oder 18 Reihen eines Lochmusters mit links verschränkten Maschen auftrennen?
Sowas nennen die Amerikaner no brainer. Da ist die Antwort klar. Auf keinen Fall auftrennen! Und hoffen, wenn es keine Hoffnung mehr gibt. "Das wird schon reichen, dass muss einfach reichen."
Wie man sieht, hat es auch gereicht. Aber mit dem Klumpfuß eines weniger eleganten und knappen Endes auf der einen Seite: Unten breit und oben schmal.
Da weiß ich auch schon, wie ich es tragen werde. Fest um den Hals gewickelt. Zum Glück ist es so schmusig-weich! Und das nächste Mal gibt's wieder Farbe. Fest auf der Tapetenrolle steht Granemones. Mit viel Pink!
Ich hab ja nun genügend Socken gestrickt, dass sie mir in jeder Richtung keine Angst mehr einjagen: vom Bündchen aus, von der Spitze aus, Socken stricke ich mittlerweile blind. Also ist es wirklich mal an der Zeit für etwas Neues.
Und außerdem: mein am Ende des Jahres gelegener Geburtstag führt ja dazu, dass ich immer ein paar neue Knäule mit ins neue Jahr nehmen kann. Und geschenktes Garn will schließlich auch mal irgendwann verstrickt werden. Möglichst noch im laufenden Jahrzehnt. Also dann, frisch drauflos.
Tücherstricken habe ich bisher immer nur bewundert und weniger selbst gemacht. Vor allem wohl deshalb, weil ich einfach mehr der Schaltyp bin und eigentlich gar nicht weiß, wie ich mir diese Riesendinger um den Hals schlingen soll, dass sie einigermaßen aussehen. Das hat sich erst geändert, als ich auf dem Wollmarkt mal ein Drachenfels-Tuch live gesehen habe.
Das war eine ziemlich flotte Angelegenheit. Drachenfels eins und zwei ließen nicht lange auf sich warten.
Mit beiden Tüchern bin ich ganz zufrieden. Aber noch war das ja nicht wirklich eine Herausforderung. Beim zweiten Tuch sogar noch eher eine Aufgabe, die das Durchhaltevermögen trainiert. Kraus rechts, für immer und ewig, da hilft irgendwann die beste Serie nicht mehr.
Aber für so wirklich anspruchsvolle, endlos gemusterte Tücher bin ich noch nicht bereit.
Schließlich habe ich es vom Garn abhängig gemacht. Ein wunderschönes, superweiches und tolles Türkisgarn:
Das ist Diana 4-ply von fivemoons in der Farbe Almost shipshape ooak. Ein wunderbares Garn und ein wunderbares Geschenk. Also sollte daraus doch ein mindestens ebenso tolles Tuch werden.
Die Farbe hat bei der Musterauswahl geholfen, es wurde Ho'okipa-Shawl, mit dem hatte ich schon länger geliebäugelt.
Na, das ist zu schaffen, dachte ich, alles glatt rechts und nur am Rand ein Muster.
Aber was für eins. Ich sage nur 'links verschränkt'. Gah! Ein Glück, dass ich mit einem Klick meinen Computer pausieren kann, sonst wäre ich verrückt geworden. Stricken und Serien gehören eben doch zusammen.
Für mindestens die Hälfte des Schals habe ich in Ruhe re oder li gestrickt, nur um dann am jeweiligen Rand mühsam die richtige Zeile zu studieren (es ist wahr, englische Muster kann ich nicht nach Musterzeichnung stricken, keine Ahnung warum).
Da mussten der Bleistift, das klebende Post-it und der Sirka-Counter herhalten, und zwar bis zum bitteren Ende. Der Mustersatz hat nicht übermäßig viele Zeilen, aber in meinen Kopf wollte er nicht hinein. Bis zum Schluss nicht.
Ein Glück, dass er so hübsch ist, sonst hätte ich es vielleicht nicht ausgehalten. Die kleinen Wellen und sogar die Zackenkante machen wirklich Spaß. So hübsch!
Dazu passt das glatt rechts wirklich gut.
Ich habe mich verstrickt. Bei glatt rechts. Das ist doch kaum zu glauben. Und außerdem genau in dem Teil, der um den Hals geschlungen, vorne hängt. Man sieht es im obigen Bilde, die dunkle Stelle gegenüber von der Kurve rechts.
Das kommt davon, wenn man denkt, ah, Halbzeit, jetzt läuft dat ja wie jeschmiert. Denkste, Puppe!
Und natürlich bleibt es nicht dabei.
Mein Garn war so toll und fein, dass ich es möglichst ganz verbrauchen wollte und dachte auch, das müsste hier klappen. Schließlich ist es eine einfache Zunehmen - Maschenzahl halten - Abnehmen-Konstruktion.
Sollte man meinen.
Ich wickle also mein Garn in ein Knäuel und wiege dieses Knäuel immer wieder, bis ich die Hälfte der Grammzahl erreicht habe. Dann ein kleiner Doppelknoten um die Mitte anzuzeigen und weiterwickeln. Ein Klacks.
Dann stricke ich los und wie es so kommt, der mittlere Knoten erscheint knapp am Ende eines Mustersatzes. Nur noch zwei mickrige Reihen stricken oder 18 Reihen eines Lochmusters mit links verschränkten Maschen auftrennen?
Sowas nennen die Amerikaner no brainer. Da ist die Antwort klar. Auf keinen Fall auftrennen! Und hoffen, wenn es keine Hoffnung mehr gibt. "Das wird schon reichen, dass muss einfach reichen."
Wie man sieht, hat es auch gereicht. Aber mit dem Klumpfuß eines weniger eleganten und knappen Endes auf der einen Seite: Unten breit und oben schmal.
Sonntag, 7. Februar 2016
Kapitel 127 - von großen Ereignissen und ihren Schatten
Tja, was ist hier los? Weihnachten ist vorbei, das neue Jahr schon voll im Gange und hier im Blog ist tote Hose? Der Schatten ist schuld! Der Schatten, den ein in diesen Breiten nicht unbekanntes Ereignis schon seit September über das aktuelle Schuljahr wirft. Die Damen sind in der dritten Klasse und damit fällig für das Großereignis im katholischen Süden: die Erstkommunion.
Man nehme also eine Mutter, die mehr oder weniger besessen ist von dem Drang immer und überall zu stricken (geht das in der Kirche?) und ein solches Großereignis, dann ist ja klar, worauf es hinauslaufen muss.
Ursprünglich hatte ich ja naiv gedacht, ich könnte die anderen Mütter vielleicht davon überzeugen, alle Kinder in einer Albe antreten zu lassen, wie das mal in den 80/90ern üblich war, damit das eingesparte Geld dann für etwas Supertolles ausgegeben werden könnte: Unterstützung einer Schule oder eines Kinderkrankenhauses. Aber ich habe offensichtlich die Rechnung ohne die Familienmanagerinnen einer großstadtnahen Kleinstadt gemacht - showtime ist hier das Stichwort der Stunde!
Außerdem ist das Angebot der Pfarrei auch nicht besonders üppig, denn es werden gerade einmal sieben Alben angeboten für über 50 Kinder. So geht's also nicht.
Aber wenn man nun jemand ist, der eh Tag und Nacht über nichts anderes als das Stricken nachdenkt, dann ist der Weg auch nicht mehr weit, sich hier auch für die Erstkommunion etwas auszudenken. Was wird gebraucht?
Weiße Wolle. In großer Menge.
Und dann wollen wir mal überlegen. Die Mädels brauchen ein Täschchen. Am besten so eine Art Pompadour, der hübsch und schick zugleich ist. Da kann gleich drauflos gehäkelt werden. Wolle Rödel hat ein schönes Glitzergarn und Ravelry hat eine schöne Anleitung, die wirklich einen hübschen Beutel ergibt - auch ohne Perlen.
Das war gar nicht so schwer:

Man nehme also eine Mutter, die mehr oder weniger besessen ist von dem Drang immer und überall zu stricken (geht das in der Kirche?) und ein solches Großereignis, dann ist ja klar, worauf es hinauslaufen muss.
Ursprünglich hatte ich ja naiv gedacht, ich könnte die anderen Mütter vielleicht davon überzeugen, alle Kinder in einer Albe antreten zu lassen, wie das mal in den 80/90ern üblich war, damit das eingesparte Geld dann für etwas Supertolles ausgegeben werden könnte: Unterstützung einer Schule oder eines Kinderkrankenhauses. Aber ich habe offensichtlich die Rechnung ohne die Familienmanagerinnen einer großstadtnahen Kleinstadt gemacht - showtime ist hier das Stichwort der Stunde!
Außerdem ist das Angebot der Pfarrei auch nicht besonders üppig, denn es werden gerade einmal sieben Alben angeboten für über 50 Kinder. So geht's also nicht.
Aber wenn man nun jemand ist, der eh Tag und Nacht über nichts anderes als das Stricken nachdenkt, dann ist der Weg auch nicht mehr weit, sich hier auch für die Erstkommunion etwas auszudenken. Was wird gebraucht?
Weiße Wolle. In großer Menge.
Und dann wollen wir mal überlegen. Die Mädels brauchen ein Täschchen. Am besten so eine Art Pompadour, der hübsch und schick zugleich ist. Da kann gleich drauflos gehäkelt werden. Wolle Rödel hat ein schönes Glitzergarn und Ravelry hat eine schöne Anleitung, die wirklich einen hübschen Beutel ergibt - auch ohne Perlen.
Das war gar nicht so schwer:
Nadelstärke 2,5mm - geht bestens. Jetzt fehlt nur noch eine hübsche Kordel oder ein Satinband.
Am Schluss habe ich sogar noch Perlen für das Ende des Satinbands gefunden. Haach ja, so geht's.
Als Nächstes sind die Hände dran. Mir schweben da weiße Handschuhe vor, aber mit welcher Garnstärke sollte ich die wohl probieren? Es hilft nichts, hier muss eine Maschenprobe her. Am Ende bin ich bei Catania Fine hängen geblieben. Das lässt sich bestens verstricken. Und zwar mit Nadelstärke 2mm. Habe ich schon erwähnt, dass ich Zwillinge habe?
Jedenfalls kam mir hier wieder Frau Hugs geniale Anleitung der Handschuhe von der Spitze aus entgegen. Die Anprobe hat aber gezeigt, dass jetzt die Finger keinen Millimeter mehr wachsen dürfen! Zumindest bis April.
Das Witzige an der Anleitung ist, dass man erst nach Tabelle alle Finger stricken muss, sie dann nacheinander richtig auffädelt und schließlich zusammenstrickt. Nur nicht verzählen und auf jeden Fall den Mittelfinger richtig platzieren. Puh, hat diesmal alles geklappt.
Jetzt also die Hauptaufgabe, nämlich die Kleider. Ich hab lange überlegt, was ich hier so vorhabe, denn natürlich würde ich gerne einfach komplett etwas stricken oder häkeln, so wie das hier z.B., aber da fehlt mir einfach die Zeit. Wir sprechen immer noch von Anfang April.
Jetzt habe ich mich also für die Hälfte entschieden. Oberer Teil des Kleides gestrickt und dann ein Rockteil drangenäht. Das hat den Vorteil, dass es damit ein Familienstück werden kann, denn nähen kann ich überhaupt nicht und schon gar nicht mit der Maschine. Das muss die Oma übernehmen.
Wie das Ganze ungefähr aussieht, kann man sich hier ansehen. Es gibt verschiedene Modelle, ich habe mich schließlich für eins aus einer alten Kinder-Verena entschieden.
Die Teile sind gestrickt. Diesmal mit einer Wolle Rödel Wolle, die gut läuft und auch hübsch glänzt - Mille Fili. Nadelstärke 2,5mm.
Was fehlt also noch? Das Zusammennähen der Teile sowie das Umstricken des Ausschnitts. OK, Kinder verräumen für den Tag und viel Kaffee - das kann klappen.
Stoff einkaufen - super!
Kleider nähen - wird delegiert.
Sähe eigentlich ganz gut aus, wenn... Ja, wenn nicht April ein tückischer Monat wäre. Was fehlt ist klar. Eine, bzw. zwei kleine Strickjacken. Ist ja sonst viel zu kalt, da beißt die Maus keinen Faden ab. Die besorgte Mutter hat sich also gleich auf die Suche gemacht und eine hübsche Anleitung gekauft. Marian Shrug. Hübsch, oder?
Maschenprobe stimmt mit der superweichen Merino 120 von Schachenmayr. Passt doch alles.
Aber warum sollte man's einfach haben, wenn's auch komplizierter geht. Die Anleitung endet bei 4T und das bedeutet: Krabbelalter 4 Jahre. Schöner Spaß.
Jetzt kann ich mal zeigen, was ich so umrechnungstechnisch alles draufhabe. Bei einer Anleitung, die nur geschrieben und nicht skizziert ist! Ich hab den Raglanrechner schon aktiviert und verschiedene Anleitungsbücher herausgekramt. Ich gebe nicht auf!
Schließlich habe ich ja noch mindestens einen ganzen Monat!
Dienstag, 15. Dezember 2015
Kapitel 126 - von der Verdrängung
Immer dann, wenn ich auf der Suche nach dem 'einen', dem 'bestimmten' Knäuel Wolle einer Farbe oder Qualität bin, von der ich weiß, dass ich es bestimmt noch irgendwo habe, und wenn ich dann meinen Boxenturm langsam aber sicher abgebaut und um mich herumgestellt habe, wird mir wieder klar, wie viele ungestrickte Kleidungsstücke und Decken da eigentlich noch lagern.
Als Stricker lebt man nämlich sozusagen in einer doppelten Verdrängung.
Zum einen sieht man ja seinen Wollvorrat täglich vor sich - also ich zumindest, dank durchsichtiger Boxen eines großen schwedischen Möbelunternehmens - man will sich aber meist gleichzeitig gar nicht so richtig klar darüber sein, wie viel das denn nun eigentlich ist. Denn das würde ja Rechenschaft bedeuten.
Noch schlimmer ist es, wenn ich vom Wollmarkt oder aus der Stadt nach Hause komme und meine Tüten wieder einmal 'nur mal schnell' auf den Boden stellen muss, weil ich auf die Schnelle gar keinen Platz in meinen Boxen finde. Zum wiederholten Male.
Sicherlich habe ich auch aus diesem Grunde so lange gewartet, bis ich begonnen habe, meinen Stash bei Ravelry einzugeben. Ich wollte gar nicht so genau wissen, wie viel es denn insgesamt so ist - waaas? Schon 200? Vom Nachrechnen der Euros ganz zu schweigen.
Es gibt da sicherlich irgendwo die eine oder andere Box, die ich noch ausräumen und fotografieren müsste, damit das alles endlich seine Ordnung hat. Aber...muss ich das denn wirklich so genau wissen?
Ein Wollvorrat lebt doch auch irgendwie davon, dass man gar nicht mehr so genau weiß, welche Schätze darin verborgen sind. Ein bisschen so wie ein Bücherregal, das man erst wieder beim nächsten Umzug so richtig kennen lernt, wenn man die Bücher in die Hand nehmen muss und dann merkt, was man eigentlich schon alles mal (wieder) lesen wollte.
Genau so geht es mir, wenn ich mich so durch meine Kisten wühle. Ach ja, denke ich, hier liegt also die Puschelwolle, die ich für die Mütze der Damen verwenden wollte. Und hier liegt das besondere Sockengarn aus dem Urlaub, aus dem ein Schal werden soll. Da wird man auch gleich wieder kreativ und hat richtig Lust loszulegen.
Zum anderen ist es aber nun leider auch oft so, dass man trotz intensiver Suche genau das Garn, das man für das neue Projekt braucht, eben doch nicht findet. Man hat einen Wollschrank und nichts zum Stricken. Das kommt sogar noch häufiger vor, denn man plant ja seine neuen Projekte nicht danach, was man stricken könnte, sondern was man stricken möchte (oder muss, jetzt vor Weihnachten). Und wenn man dann nicht genügend von der richtigen Wolle hat, dann kann man das auch verdrängen.
Da hat man also eine Decke angefangen, sagen wir eine Decke mit Hexagons und die dazugehörige Wolle bestellt:
Dann legt man los und häkelt seine Hexagons fröhlich vor sich hin. Dank der Verbindungsmethode (JAYG = join as you go) wächst die Arbeit.
Funktioniert ganz ordentlich und macht Spaß. Die Decke entwickelt sich.
Tja, und jetzt kommt der Moment der Verdrängung. Man hat nicht richtig berechnet, wie viel von dem hellbraunen Umrandungsgarn benötigt werden für eine komplette Decke. Außerdem soll damit ja der Rand gehäkelt werden, dafür ist sicherlich noch einmal ein Knäuel nötig. Aber weil man eben ein Meister der Verdrängung ist, will man das nicht wahrhaben, bis man schließlich mit all den fertigen Fleckerln da sitzt und sich eingestehen muss, dass man es einfach nicht über sich bringt, neue Wolle zu bestellen.
Man hat ja schon sieben bis zehn knallvolle Kisten zu Hause, die ja doch nie leer werden, wenn man sich nicht endlich mal darum bemüht, auch wirklich mit der Wolle darin zu stricken.
Verdrängung der Notwendigkeit des Wollbedarfs.
Das kann schon mal ein paar Wochen dauern - weil man ja immer noch irgendein anderes Projekt auf einer Nadel hat, um das man sich kümmern kann.
Dann aber endlich: Kapitulation, Wollbestellung und das Projekt kann fertig gestellt werden:
Zum Glück ist man zufrieden, aber jetzt muss man ganz schnell wieder in die Kisten schauen, bevor man sich ein neues Projekt aussucht. Welches Kleidungsstück darf es denn als Nächstes sein?
Schnell, schnell, bevor man wieder eine andere Anleitung - ohne Wolle - findet! Schnell!!!
Als Stricker lebt man nämlich sozusagen in einer doppelten Verdrängung.
Zum einen sieht man ja seinen Wollvorrat täglich vor sich - also ich zumindest, dank durchsichtiger Boxen eines großen schwedischen Möbelunternehmens - man will sich aber meist gleichzeitig gar nicht so richtig klar darüber sein, wie viel das denn nun eigentlich ist. Denn das würde ja Rechenschaft bedeuten.
Noch schlimmer ist es, wenn ich vom Wollmarkt oder aus der Stadt nach Hause komme und meine Tüten wieder einmal 'nur mal schnell' auf den Boden stellen muss, weil ich auf die Schnelle gar keinen Platz in meinen Boxen finde. Zum wiederholten Male.
Sicherlich habe ich auch aus diesem Grunde so lange gewartet, bis ich begonnen habe, meinen Stash bei Ravelry einzugeben. Ich wollte gar nicht so genau wissen, wie viel es denn insgesamt so ist - waaas? Schon 200? Vom Nachrechnen der Euros ganz zu schweigen.
Es gibt da sicherlich irgendwo die eine oder andere Box, die ich noch ausräumen und fotografieren müsste, damit das alles endlich seine Ordnung hat. Aber...muss ich das denn wirklich so genau wissen?
Ein Wollvorrat lebt doch auch irgendwie davon, dass man gar nicht mehr so genau weiß, welche Schätze darin verborgen sind. Ein bisschen so wie ein Bücherregal, das man erst wieder beim nächsten Umzug so richtig kennen lernt, wenn man die Bücher in die Hand nehmen muss und dann merkt, was man eigentlich schon alles mal (wieder) lesen wollte.
Genau so geht es mir, wenn ich mich so durch meine Kisten wühle. Ach ja, denke ich, hier liegt also die Puschelwolle, die ich für die Mütze der Damen verwenden wollte. Und hier liegt das besondere Sockengarn aus dem Urlaub, aus dem ein Schal werden soll. Da wird man auch gleich wieder kreativ und hat richtig Lust loszulegen.
Zum anderen ist es aber nun leider auch oft so, dass man trotz intensiver Suche genau das Garn, das man für das neue Projekt braucht, eben doch nicht findet. Man hat einen Wollschrank und nichts zum Stricken. Das kommt sogar noch häufiger vor, denn man plant ja seine neuen Projekte nicht danach, was man stricken könnte, sondern was man stricken möchte (oder muss, jetzt vor Weihnachten). Und wenn man dann nicht genügend von der richtigen Wolle hat, dann kann man das auch verdrängen.
Da hat man also eine Decke angefangen, sagen wir eine Decke mit Hexagons und die dazugehörige Wolle bestellt:
Dann legt man los und häkelt seine Hexagons fröhlich vor sich hin. Dank der Verbindungsmethode (JAYG = join as you go) wächst die Arbeit.
Funktioniert ganz ordentlich und macht Spaß. Die Decke entwickelt sich.
Tja, und jetzt kommt der Moment der Verdrängung. Man hat nicht richtig berechnet, wie viel von dem hellbraunen Umrandungsgarn benötigt werden für eine komplette Decke. Außerdem soll damit ja der Rand gehäkelt werden, dafür ist sicherlich noch einmal ein Knäuel nötig. Aber weil man eben ein Meister der Verdrängung ist, will man das nicht wahrhaben, bis man schließlich mit all den fertigen Fleckerln da sitzt und sich eingestehen muss, dass man es einfach nicht über sich bringt, neue Wolle zu bestellen.
Man hat ja schon sieben bis zehn knallvolle Kisten zu Hause, die ja doch nie leer werden, wenn man sich nicht endlich mal darum bemüht, auch wirklich mit der Wolle darin zu stricken.
Verdrängung der Notwendigkeit des Wollbedarfs.
Das kann schon mal ein paar Wochen dauern - weil man ja immer noch irgendein anderes Projekt auf einer Nadel hat, um das man sich kümmern kann.
Dann aber endlich: Kapitulation, Wollbestellung und das Projekt kann fertig gestellt werden:
Zum Glück ist man zufrieden, aber jetzt muss man ganz schnell wieder in die Kisten schauen, bevor man sich ein neues Projekt aussucht. Welches Kleidungsstück darf es denn als Nächstes sein?
Schnell, schnell, bevor man wieder eine andere Anleitung - ohne Wolle - findet! Schnell!!!
Montag, 16. November 2015
Kapitel 125 - in dem ich von Feriengefühlen übermannt werde
Wenn das Wetter schon so verrückt spielt wie in diesen Tagen (18°C - ernsthaft?), dann kann man ja gar nicht anders, als sich in den nächsten Urlaub zu wünschen. Weg von allem, was einen hier oft daran erinnert, was falsch läuft oder bald stressig zu werden droht.
Statt mich also um die noch anstehenden Strick-Weihnachtsgeschenke zu kümmern (ein Paar Socken wurden gewünscht, ein Schal oder vielleicht auch zwei stehen auf der Liste), denke ich lieber an den letzten Sommer und träume mich damit in den nächsten.
Wie berichtet waren wir am Meer, in Worthing, und das Schönste dort war - neben dem Meer natürlich - ein wunderbarer kleiner Wollladen. Die Besitzerin hat mir freundlicherweise erlaubt, ein paar Fotos zu machen, damit ich euch hier mit auf die Reise nehmen kann.
Der Laden heißt:
Per Klick: The Wool Bar. An der Seite des Ladens das Menü - extra vergrößert:
Gerade den letzten Punkt kann man nur unterschreiben. Ich bin ja nun nicht wirklich von den Besitzern in Garnläden verwöhnt - Münchener Grant usw. (zu einer Erläuterung siehe z.B. hier) - aber ich muss sagen, genau so stelle ich mir den Besitzer eines Wolleladens vor. Jemand, der tatsächlich froh ist, wenn ich vorbeikomme. Mehr zu Caroline kann man hier lesen.
[Und als positive Ausnahme muss ich an dieser Stelle natürlich aber unbedingt die Münchener Mercerie erwähnen, in der nur wirklich sehr nette Menschen arbeiten.]
An dem Mittwoch, an dem ich die Woolbar besuchte, räumte Caroline gerade die Überreste des Strickabends vom Tag zuvor auf - vor einer sehr beeindruckend gestalteten Wand voller Patterns und Magazinseiten. Sieht doch cool aus:
Im Laden selbst findet man die obligatorische Wollwand:
Das hat schon eine gute halbe Stunde gedauert, sich da einfach nur durchzuschmökern. Ich hab auch ein bisschen geplaudert mit Caroline, die mir erzählt hat, dass es den Laden jetzt seit sechs Jahren gibt. Da hüpft mir immer das Herz - ein Woll-Laden, der sich hält in unseren Online-Zeiten, auch wenn wir zum Glück gerade auf einer Strickwelle schwimmen.
In Worthing leben vor allem Urlauber und Rentner, die auf ihre alten Tage - und wer kann's ihnen verdenken - ans Meer gezogen sind. Viele dieser Stricker sind also noch in den Acryljahren groß geworden und suchen häufig noch heute eine solche Qualität.
Caroline versucht hier eine ganz tolle Balance zu finden und Garne anzubieten, die nicht unbedingt die Welt kosten, aber eine tolle Qualität haben, wie z.B. Stylecraft Special DK . Hierzulande muss man dieses Garn ja online kaufen, ich habe noch keinen Laden entdeckt, der das vorrätig hätte. Dort aber stand ich staunend vor einem großen Regal mit fast allen Farben. Großartig!
Zwei davon mussten gleich mit. Blautöne kann man immer brauchen und gerade sie sind auf dem Bildschirm oft gar nicht so gut zu erkennen. Hier also Bluebell (li) und Denim:
Mein zweiter Glücksgriff war ein Schnäppchen, weil die Winterfarben auslaufen. Ein Garn mit einer Qualität wie Rowan Kidsilk Haze (70% Super Kid Mohair und 30% Seide), nur mit einem anderen Preisschild. Es heißt Bessie May Grace.
Auch dies ein Garn, das ich gerne mal live gesehen habe. In vielen Farben und zum Knäuel drücken. Schöner kann es im Urlaub doch gar nicht sein.
Das Beste aber natürlich am Schluss, denn man ist ja ständig auf der Suche nach neuen, tollen Ideen, von denen man sich inspirieren lassen kann.
Seht mal, wie clever hier alte CDs umhäkelt worden sind. Das kann ich mir auch draußen auf der Terrasse vorstellen, oder vor einem Erkerfenster, oder im Bad, oder...
Hübsch, oder? Ich will wieder hin!
Statt mich also um die noch anstehenden Strick-Weihnachtsgeschenke zu kümmern (ein Paar Socken wurden gewünscht, ein Schal oder vielleicht auch zwei stehen auf der Liste), denke ich lieber an den letzten Sommer und träume mich damit in den nächsten.
Wie berichtet waren wir am Meer, in Worthing, und das Schönste dort war - neben dem Meer natürlich - ein wunderbarer kleiner Wollladen. Die Besitzerin hat mir freundlicherweise erlaubt, ein paar Fotos zu machen, damit ich euch hier mit auf die Reise nehmen kann.
Der Laden heißt:
Per Klick: The Wool Bar. An der Seite des Ladens das Menü - extra vergrößert:
Gerade den letzten Punkt kann man nur unterschreiben. Ich bin ja nun nicht wirklich von den Besitzern in Garnläden verwöhnt - Münchener Grant usw. (zu einer Erläuterung siehe z.B. hier) - aber ich muss sagen, genau so stelle ich mir den Besitzer eines Wolleladens vor. Jemand, der tatsächlich froh ist, wenn ich vorbeikomme. Mehr zu Caroline kann man hier lesen.
[Und als positive Ausnahme muss ich an dieser Stelle natürlich aber unbedingt die Münchener Mercerie erwähnen, in der nur wirklich sehr nette Menschen arbeiten.]
An dem Mittwoch, an dem ich die Woolbar besuchte, räumte Caroline gerade die Überreste des Strickabends vom Tag zuvor auf - vor einer sehr beeindruckend gestalteten Wand voller Patterns und Magazinseiten. Sieht doch cool aus:
Im Laden selbst findet man die obligatorische Wollwand:
Den Wolltisch:
Die Modelle:
Im Laden gibt es auch Möbel zu kaufen, von den beiden Besitzerinnen selbst renoviert und frisch angestrichen:
Dazu kommen all die hübschen Kleinigkeiten wie eine Wimpelkette:
Oder stapelweise hübsche Webbänder:
Das hat schon eine gute halbe Stunde gedauert, sich da einfach nur durchzuschmökern. Ich hab auch ein bisschen geplaudert mit Caroline, die mir erzählt hat, dass es den Laden jetzt seit sechs Jahren gibt. Da hüpft mir immer das Herz - ein Woll-Laden, der sich hält in unseren Online-Zeiten, auch wenn wir zum Glück gerade auf einer Strickwelle schwimmen.
In Worthing leben vor allem Urlauber und Rentner, die auf ihre alten Tage - und wer kann's ihnen verdenken - ans Meer gezogen sind. Viele dieser Stricker sind also noch in den Acryljahren groß geworden und suchen häufig noch heute eine solche Qualität.
Caroline versucht hier eine ganz tolle Balance zu finden und Garne anzubieten, die nicht unbedingt die Welt kosten, aber eine tolle Qualität haben, wie z.B. Stylecraft Special DK . Hierzulande muss man dieses Garn ja online kaufen, ich habe noch keinen Laden entdeckt, der das vorrätig hätte. Dort aber stand ich staunend vor einem großen Regal mit fast allen Farben. Großartig!
Zwei davon mussten gleich mit. Blautöne kann man immer brauchen und gerade sie sind auf dem Bildschirm oft gar nicht so gut zu erkennen. Hier also Bluebell (li) und Denim:
Mein zweiter Glücksgriff war ein Schnäppchen, weil die Winterfarben auslaufen. Ein Garn mit einer Qualität wie Rowan Kidsilk Haze (70% Super Kid Mohair und 30% Seide), nur mit einem anderen Preisschild. Es heißt Bessie May Grace.
Daraus soll irgendwann mal ein Häkelschal werden, aber der ist noch fern am Horizont. Wenn ich besser häkeln kann, wenn ich wieder ein bisschen Luft bei den Wips habe, etc. Wie immer halt. Aber die Knäuel warten auf mich!
Schließlich hat sich der Mann eine Mütze gewünscht, und da liegt natürlich Drops Alaska nahe:
Das Beste aber natürlich am Schluss, denn man ist ja ständig auf der Suche nach neuen, tollen Ideen, von denen man sich inspirieren lassen kann.
Seht mal, wie clever hier alte CDs umhäkelt worden sind. Das kann ich mir auch draußen auf der Terrasse vorstellen, oder vor einem Erkerfenster, oder im Bad, oder...
Mittwoch, 4. November 2015
Kapitel 124 - Liebe Frau Ott!
Zunächst mal möchte ich mich als Fan Ihrer Kolumne outen. Mit großem Vergnügen lese ich jeden Monat Ihre endgültige Ablage und habe mich oft schon darüber gefreut, wie genau Sie die Nägel auf den Kopf treffen. Und wie gelungen Sie darüber schreiben können. Der Text über die Taufe von kleinen Kindern - spot on! Und das sage ich hier als kleiner Katholik aus dem Süden.
Es ist gar nicht so einfach interessante Probleme zu erkennen und dann immer witzig und zielgerichtet darüber zu schreiben. Gerade deshalb freue ich mich auf jeden Ihrer Texte. Aber sagen Sie mal, was war denn diese Woche los?
Ich verstehe ja, wenn Sie etwas genervt davon sind, dass auf der Buchmesse statt "die bewährten Kulturtechniken Lesen und Schreiben" zu feiern, ein so genannter Handmade-Tag ausgerufen wurde. Aber: glauben Sie wirklich, dass daran die "Mädels" schuld waren? Nee, nee.
Da sind die Buchverlage vor! Und die haben eben erkannt, dass im Moment ne Menge Kohle zu holen ist, wenn man Bücher über das Selbermachen von was auch immer herausbringt. Lesen Sie mal nach in speziellen Handarbeitsblogs, z.B. bei stefanella und stellen Sie fest, dass hier die Verlage ganz klare Vorgaben machen, was sie haben wollen. Und wenn dann die 'Mädels' liefern, dann ist das eigentlich genau dasselbe, als ob ein Spitzenkoch ein Buch über Smoothies schreibt, nur weil sich jeder gerade diese klebrige Brühe in der Küche zusammenmixt. Weil es eben 'in' ist. Wenn man wieder drauf gekommen ist, dass Zähne auch gesünder bleiben, wenn man seine Selleriestange zermalmen darf, dann gibt es eben wieder was Neues und es werden neue Bücher (und Rezepte) erfunden.
Ich wiederhole mich also gerne: auch hier werden keine Kulturtechniken gefeiert, sondern neue Trends beim Essen in einen Haufen klingender Münzen verwandelt.
Aber klar, eine Geschichte der Philosophie in drei Bänden ist was anderes als eine Jungschauspielerin, die am Set strickt. Aber kann man das wirklich vergleichen? Der eine ist promovierter Germanist und die andere ein 18-jähriges Mädel, von dem ich nicht einmal weiß, ob es einen Schulabschluss hat. Wollen Sie das wirklich vergleichen? Kann man das überhaupt vergleichen? Da fallen mir doch auf Anhieb ne ganze Menge anderer Damen mit anderem Kaliber ein, die man Herrn Precht gegenüberstellen kann.
Die Frage nach den Prozent der Entscheidern ist natürlich eine problematische. Ja, "85 Prozent der Filme [werden] von Männern produziert". Männer sind sicherlich auch häufiger Regisseure, sie sind vor allem hierzulande immer noch sehr viel häufiger in Firmenvorständen und Schuldirektoraten als dies in anderen Ländern der Fall ist, aber liegt das immer nur an den Mädels?
Vielleicht ist es einfach auch so, dass die Mädels das gar nicht wollen. Lesen Sie mal, was Martina Behm darüber schreibt, warum sie ihren Job als Journalistin aufgegeben hat. Wenn sie damit auch Geld verdienen kann, dann soll sie doch. Dann darf sie doch.
Ich kam ernstlich ins Grübeln bei der Lektüre. Wenn die Welt nur aus Leuten wie mir bestehen würde, dann gäbe es weder Hochhäuser noch Brücken, das ist mir klar. Könnte ich nicht. Bewundere ich total. Aber warum soll ich nicht trotzdem das machen dürfen, was mir Spaß macht? Ich bin mit meinem Studium nicht so weit gekommen in der Liga der Weltverbesserer, aber ich versuche auch, was ich kann, an meinem kleinen Arbeitsplatz. Und in meiner Freizeit, da stricke ich nun mal. Oder häkle.
Ihr eigener "lila Norwegerpullover mit grünen Hirschen" ist sicherlich auch in einer Zeit entstanden, die man vielleicht für etwas anderes hätte verwenden können. Muss man aber nicht immer, oder doch?
Was genau ist nochmal verkehrt am Stricken mit Flüchtlingen für Flüchtlinge? Der Winter kommt bald und dann hat sich's mit den Zeltstädten. Dann ist man doch froh, wenn man warme Socken verteilen kann, Brücken hin oder her. Ich denke eher, hier versucht jemand, die Öde und Langeweile der Riesenhallen zu bekämpfen, die ja auch zu Stress und Aggression führt. Da könnten sich die männlichen Netzwerker mal ne Scheibe von abschneiden.
Und schließlich die Laternenpfähle, die Straßenbäume und die Blümchen für Scheinwerfer. Yarnbombing also. Kann ich verstehen. Da geht es mir häufig so, wie es die Engländer so treffend ausdrücken können: ich hab da zwei unterschiedliche Meinungen dazu. Kann man machen, kann man sein lassen. Manches verstehe ich und manches verstehe ich auch wieder nicht. Aber so geht's mir auch, wenn ich mir Graffiti ansehe (was übrigens hauptsächlich von Männern gemacht wird).
Und da hilft mir halt, dass ich aus dem Süden dieser Republik komme, denn hier gibt's die eindeutige Antwort drauf: Ja mei!
Mehr ist es dann schon wieder nicht.
Es ist gar nicht so einfach interessante Probleme zu erkennen und dann immer witzig und zielgerichtet darüber zu schreiben. Gerade deshalb freue ich mich auf jeden Ihrer Texte. Aber sagen Sie mal, was war denn diese Woche los?
Ich verstehe ja, wenn Sie etwas genervt davon sind, dass auf der Buchmesse statt "die bewährten Kulturtechniken Lesen und Schreiben" zu feiern, ein so genannter Handmade-Tag ausgerufen wurde. Aber: glauben Sie wirklich, dass daran die "Mädels" schuld waren? Nee, nee.
Da sind die Buchverlage vor! Und die haben eben erkannt, dass im Moment ne Menge Kohle zu holen ist, wenn man Bücher über das Selbermachen von was auch immer herausbringt. Lesen Sie mal nach in speziellen Handarbeitsblogs, z.B. bei stefanella und stellen Sie fest, dass hier die Verlage ganz klare Vorgaben machen, was sie haben wollen. Und wenn dann die 'Mädels' liefern, dann ist das eigentlich genau dasselbe, als ob ein Spitzenkoch ein Buch über Smoothies schreibt, nur weil sich jeder gerade diese klebrige Brühe in der Küche zusammenmixt. Weil es eben 'in' ist. Wenn man wieder drauf gekommen ist, dass Zähne auch gesünder bleiben, wenn man seine Selleriestange zermalmen darf, dann gibt es eben wieder was Neues und es werden neue Bücher (und Rezepte) erfunden.
Ich wiederhole mich also gerne: auch hier werden keine Kulturtechniken gefeiert, sondern neue Trends beim Essen in einen Haufen klingender Münzen verwandelt.
Aber klar, eine Geschichte der Philosophie in drei Bänden ist was anderes als eine Jungschauspielerin, die am Set strickt. Aber kann man das wirklich vergleichen? Der eine ist promovierter Germanist und die andere ein 18-jähriges Mädel, von dem ich nicht einmal weiß, ob es einen Schulabschluss hat. Wollen Sie das wirklich vergleichen? Kann man das überhaupt vergleichen? Da fallen mir doch auf Anhieb ne ganze Menge anderer Damen mit anderem Kaliber ein, die man Herrn Precht gegenüberstellen kann.
Die Frage nach den Prozent der Entscheidern ist natürlich eine problematische. Ja, "85 Prozent der Filme [werden] von Männern produziert". Männer sind sicherlich auch häufiger Regisseure, sie sind vor allem hierzulande immer noch sehr viel häufiger in Firmenvorständen und Schuldirektoraten als dies in anderen Ländern der Fall ist, aber liegt das immer nur an den Mädels?
Vielleicht ist es einfach auch so, dass die Mädels das gar nicht wollen. Lesen Sie mal, was Martina Behm darüber schreibt, warum sie ihren Job als Journalistin aufgegeben hat. Wenn sie damit auch Geld verdienen kann, dann soll sie doch. Dann darf sie doch.
Ich kam ernstlich ins Grübeln bei der Lektüre. Wenn die Welt nur aus Leuten wie mir bestehen würde, dann gäbe es weder Hochhäuser noch Brücken, das ist mir klar. Könnte ich nicht. Bewundere ich total. Aber warum soll ich nicht trotzdem das machen dürfen, was mir Spaß macht? Ich bin mit meinem Studium nicht so weit gekommen in der Liga der Weltverbesserer, aber ich versuche auch, was ich kann, an meinem kleinen Arbeitsplatz. Und in meiner Freizeit, da stricke ich nun mal. Oder häkle.
Ihr eigener "lila Norwegerpullover mit grünen Hirschen" ist sicherlich auch in einer Zeit entstanden, die man vielleicht für etwas anderes hätte verwenden können. Muss man aber nicht immer, oder doch?
Was genau ist nochmal verkehrt am Stricken mit Flüchtlingen für Flüchtlinge? Der Winter kommt bald und dann hat sich's mit den Zeltstädten. Dann ist man doch froh, wenn man warme Socken verteilen kann, Brücken hin oder her. Ich denke eher, hier versucht jemand, die Öde und Langeweile der Riesenhallen zu bekämpfen, die ja auch zu Stress und Aggression führt. Da könnten sich die männlichen Netzwerker mal ne Scheibe von abschneiden.
Und schließlich die Laternenpfähle, die Straßenbäume und die Blümchen für Scheinwerfer. Yarnbombing also. Kann ich verstehen. Da geht es mir häufig so, wie es die Engländer so treffend ausdrücken können: ich hab da zwei unterschiedliche Meinungen dazu. Kann man machen, kann man sein lassen. Manches verstehe ich und manches verstehe ich auch wieder nicht. Aber so geht's mir auch, wenn ich mir Graffiti ansehe (was übrigens hauptsächlich von Männern gemacht wird).
Und da hilft mir halt, dass ich aus dem Süden dieser Republik komme, denn hier gibt's die eindeutige Antwort drauf: Ja mei!
Mehr ist es dann schon wieder nicht.
Montag, 19. Oktober 2015
Kapitel 123 - meine WIPS und ich
Ich stricke also bin ich. Soviel war ja schon lange klar. Jetzt aber habe ich in Abkupferung der Methode einer Mitstrickerin eine Managementvariante für meine vielen Arbeiten auf den Nadeln entdeckt, die tatsächlich funktioniert und mir immer mal wieder ein Gefühl von "aah, endlich fertig" beschert.
Ich weiß natürlich auch, dass mich dieses Gefühl sehr viel öfter begleiten würde, wenn ich mich an die monogame Haltung gewöhnen könnte - ein Projekt anschlagen, dieses Projekt stricken, das Projekt fertigstellen und dann erst das nächste anschlagen. Aber das klappt nicht. Zu viele tolle Sachen da draußen und auch zu viele verschiedene Orte, an denen gestrickt wird: im Bus, in der S-Bahn, auf der Couch, vor dem Computer, nur auf dem Radl klappt es leider noch nicht.
Also, die Methode geht so: Man darf von jeder Kategorie, die man so strickt und die es so gibt, ein Projekt in Arbeit haben.
Eine Jacke/Pulli.
Eine Decke.
Ein Accessoire, also Mütze, Handschuhe, etc.
Ein Tuch.
Ein Kleinteil (Kuscheltier, Amigurumi, etc.)
Ein Paar Socken (falls gewünscht).
Das sind also höchstenfalls sechs verschiedene Kategorien. Wenn man nun also sechs verschiedene Ufos hat und sich dann auch noch mit einem gleichfalls von anderen Strickern vorgestellten Rotationssystem immer mal wieder einem anderen Ufo widmet, dann ist es nur eine Frage der Zeit, wann man wieder einen Platz frei hat und sich dementsprechend um das nächste Objekt aus der Warteschlange kümmern kann.
Genial, no?
Im Moment habe ich tatsächlich eine Jacke auf den Nadeln. Also strenggenommen natürlich zwei, aber wollen wir mal nicht so sein. Seit ich das System hier in Betrieb genommen habe, ist es also eine Jacke.
Ich versuche diese Jacke hier zu stricken und bin gerade bei den beiden Vorderteilen. Meine Maschenprobe war ein wenig anders, hoffentlich klappt alles.
Meine zweite Jacke sollte gehäkelt diese ergeben und wird sofort wieder aufgenommen, wenn die erste Jacke fertig ist. Ganz nach dem oben vorgestellten System. Dann erst soll es weiter gehen.
Eine Decke ist ebenfalls in Arbeit. Ich vernähe mich gerade durch diese Hexagons und brauche nur noch weniger als die Hälfte der benötigten Anzahl. Die fertigen Fleckerl werden sodann direkt miteinander verbunden, das sollte also schneller gehen:
Da möchte ich mich eigentlich besonders beeilen, weil die nächste Deckenidee meine eigene ist, die ich unbedingt ausprobieren möchte. Aber mit meinem Management-System bringe ich die nötige Geduld auf, weil ich ja weiß, dass ich bald damit anfangen kann. Nur noch 37 Hexis!
Mützen etc. hab ich gerade zur Genüge gestrickt. Die Damen sind in doppelter Ausfertigung ausgestattet (wir bekommen hier am Ende des Monats Oktober mitten auf dem Schulweg einen nagelneuen Brunnen - mehr muss nicht gesagt werden!). Ich hab sogar ein Souvenir für eine leider bald wegziehende Schulfreundin geschafft:
Und keine Angst - sie zieht ins Ausland. Ich würde ja verstehen, wenn so ein Outfit in einem anderen Bundesland etwas problematisch wäre. Kicher!
Sodann ein Schal in einem supertollen, weichen fivemoons Garn. Dies wird das Ho'okipa-Tuch und während das Muster eigentlich gar nicht so schwer ist, muss ich doch für alle 12 Reihen des Mustersatzes auf die Anleitung sehen bzw. einen Mustersatz fertig stricken, bevor ich es wieder auf die Seite legen kann. Daher dauert es gerade ein wenig. Aber: ich denke, ich kann es nach Belieben verlängern, also sogar ich als Tuch-Neuling verstehe die Konstruktion. Das ist mir sogar sehr recht, denn ich will möglichst das ganze Garn darin unterbringen, damit es so groß wie möglich wird!
Auch bezüglich Tuch liegt bei mir noch eines auf Halde, aber jetzt hab ich ja einen Ansporn dies dann auch in Angriff zu nehmen.
Socken hab ich gerade gar nicht angeschlagen und auch Spielsachen oder Figuren stricke ich eigentlich nicht. Aber ich freue mich eigentlich, dass es hierfür sozusagen einen Slot geben könnte, sollte ich mich doch mal an so einen kleinen Hübschling wagen.
Bis jetzt funktioniert mein System bestens.
Ich darf mehrere Sachen auf der Nadel haben - das kommt meinem lustorientierten Stricken entgegen.
Ich bekomme immer mal wieder eines der Projekte fertig - das ist dann zusätzlicher Ansporn.
Und ich darf mich immer mal wieder durch die verschiedensten Anleitungen klicken oder zu Hause in den Heften blättern, denn ich muss ja überlegen, was ich - in dem betroffenen Bereich - als Nächstes stricken darf.
Besser geht's nicht, oder?
Ich weiß natürlich auch, dass mich dieses Gefühl sehr viel öfter begleiten würde, wenn ich mich an die monogame Haltung gewöhnen könnte - ein Projekt anschlagen, dieses Projekt stricken, das Projekt fertigstellen und dann erst das nächste anschlagen. Aber das klappt nicht. Zu viele tolle Sachen da draußen und auch zu viele verschiedene Orte, an denen gestrickt wird: im Bus, in der S-Bahn, auf der Couch, vor dem Computer, nur auf dem Radl klappt es leider noch nicht.
Also, die Methode geht so: Man darf von jeder Kategorie, die man so strickt und die es so gibt, ein Projekt in Arbeit haben.
Eine Jacke/Pulli.
Eine Decke.
Ein Accessoire, also Mütze, Handschuhe, etc.
Ein Tuch.
Ein Kleinteil (Kuscheltier, Amigurumi, etc.)
Ein Paar Socken (falls gewünscht).
Das sind also höchstenfalls sechs verschiedene Kategorien. Wenn man nun also sechs verschiedene Ufos hat und sich dann auch noch mit einem gleichfalls von anderen Strickern vorgestellten Rotationssystem immer mal wieder einem anderen Ufo widmet, dann ist es nur eine Frage der Zeit, wann man wieder einen Platz frei hat und sich dementsprechend um das nächste Objekt aus der Warteschlange kümmern kann.
Genial, no?
Im Moment habe ich tatsächlich eine Jacke auf den Nadeln. Also strenggenommen natürlich zwei, aber wollen wir mal nicht so sein. Seit ich das System hier in Betrieb genommen habe, ist es also eine Jacke.
Ich versuche diese Jacke hier zu stricken und bin gerade bei den beiden Vorderteilen. Meine Maschenprobe war ein wenig anders, hoffentlich klappt alles.
Meine zweite Jacke sollte gehäkelt diese ergeben und wird sofort wieder aufgenommen, wenn die erste Jacke fertig ist. Ganz nach dem oben vorgestellten System. Dann erst soll es weiter gehen.
Eine Decke ist ebenfalls in Arbeit. Ich vernähe mich gerade durch diese Hexagons und brauche nur noch weniger als die Hälfte der benötigten Anzahl. Die fertigen Fleckerl werden sodann direkt miteinander verbunden, das sollte also schneller gehen:
Da möchte ich mich eigentlich besonders beeilen, weil die nächste Deckenidee meine eigene ist, die ich unbedingt ausprobieren möchte. Aber mit meinem Management-System bringe ich die nötige Geduld auf, weil ich ja weiß, dass ich bald damit anfangen kann. Nur noch 37 Hexis!
Mützen etc. hab ich gerade zur Genüge gestrickt. Die Damen sind in doppelter Ausfertigung ausgestattet (wir bekommen hier am Ende des Monats Oktober mitten auf dem Schulweg einen nagelneuen Brunnen - mehr muss nicht gesagt werden!). Ich hab sogar ein Souvenir für eine leider bald wegziehende Schulfreundin geschafft:
Und keine Angst - sie zieht ins Ausland. Ich würde ja verstehen, wenn so ein Outfit in einem anderen Bundesland etwas problematisch wäre. Kicher!
Sodann ein Schal in einem supertollen, weichen fivemoons Garn. Dies wird das Ho'okipa-Tuch und während das Muster eigentlich gar nicht so schwer ist, muss ich doch für alle 12 Reihen des Mustersatzes auf die Anleitung sehen bzw. einen Mustersatz fertig stricken, bevor ich es wieder auf die Seite legen kann. Daher dauert es gerade ein wenig. Aber: ich denke, ich kann es nach Belieben verlängern, also sogar ich als Tuch-Neuling verstehe die Konstruktion. Das ist mir sogar sehr recht, denn ich will möglichst das ganze Garn darin unterbringen, damit es so groß wie möglich wird!
Auch bezüglich Tuch liegt bei mir noch eines auf Halde, aber jetzt hab ich ja einen Ansporn dies dann auch in Angriff zu nehmen.
Socken hab ich gerade gar nicht angeschlagen und auch Spielsachen oder Figuren stricke ich eigentlich nicht. Aber ich freue mich eigentlich, dass es hierfür sozusagen einen Slot geben könnte, sollte ich mich doch mal an so einen kleinen Hübschling wagen.
Bis jetzt funktioniert mein System bestens.
Ich darf mehrere Sachen auf der Nadel haben - das kommt meinem lustorientierten Stricken entgegen.
Ich bekomme immer mal wieder eines der Projekte fertig - das ist dann zusätzlicher Ansporn.
Und ich darf mich immer mal wieder durch die verschiedensten Anleitungen klicken oder zu Hause in den Heften blättern, denn ich muss ja überlegen, was ich - in dem betroffenen Bereich - als Nächstes stricken darf.
Besser geht's nicht, oder?
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